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UV-Strahlung

UV-Strahlung

Es gibt inzwischen keinen Zweifel mehr daran, dass die ultraviolette Strahlung der Sonne Schäden an Haut und Augen hervorrufen kann.
Die Sonne ist der schlimmste Feind unserer Haut. Übermäßiges Sonnenbaden kann zu schnellerer Hautalterung, Faltenbildung und Hautkrebs führen. Ein schwerer Sonnenbrand hinterläßt Folgeschäden, und je länger man in der Kindheit der Sonne ausgesetzt war desto schlimmer können die Folgen 40 Jahre später sein.


Was ist UV-Strahlung?

Das Sonnenlicht besteht aus einem Strahlungsspektrum verschiedener Wellenlängen. Wenn diese Strahlung die Erde erreicht, geschieht Folgendes:

1) Sie durchdringt manche Oberflächen (wie z. B. Glas).
2) Sie wird reflektiert (z.B.von Wasser).
3) Sie wird absorbiert von Oberflächen (wie Haut oder Augen).

Im letzteren Fall treten oft Schädigungen auf.


Das menschliche Auge und die UV-Strahlung

Wir legen auf unsere Augen mehr Wert als auf andere Sinne. Meistens sind wir uns dessen aber gar nicht bewusst, bis es zu Schwierigkeiten beim Sehen kommt.
Nicht alle Strahlen des Sonnenlichts werden beim Sehen verwertet. Unsere Augen nehmen nur einen kleinen Bereich aus der Bandbreite des Sonnenspektrums wahr. Die anderen Strahlen spielen für das Sehen keine Rolle; sie können sogar erhebliche Schäden hervorrufen.

Die Hornhaut ist das Fenster zum Auge. Die zwei Hauptaufgaben der Hornhaut sind:

1) Sie muss lichtdurchlässig sein und die Lichtstrahlen möglichst wenig verzerren.
2) Sie muss das Licht auf einen bestimmten Punkt in der Netzhaut fokussieren.

Die zwei Hauptaufgaben der Linse sind:

1) Sie muss ein scharfes Bild herstellen können.
2) Sie muss ultraviolettes Licht absorbieren.

Die Linse im Auge eines Kindes kann nicht viel ultraviolettes Licht absorbieren, sodass die Gefahr von Netzhautschäden steigt.
Wenn die Linse beschädigt ist, verfärbt sie sich und nimmt eine gelbliche Tönung an.
Wenn die Linse sich trübt entwickelt sich ein grauer Star.

 

 


Wirksamer UV-Schutz

Wer braucht UV-Schutz?

Personen mit höherem Risiko von Augenschäden sind:

1) Kinder, weil ihre Linse relativ transparent und für mehr UV-Strahlen durchlässig ist.
2) Personen, die in großer Höhe leben. Ein Bergbewohner ist 75% mehr Strahlung ausgesetzt 
als ein Mensch, der am Meer lebt.
3) Personen, die viel mit Straßenoberflächen, Wasser, Schnee oder weißem Sand zu tun haben, 
denn diese Oberflächen reflektieren bis zu 80% der UV-Strahlen.
4) Personen, die blaue Augen und eine helle Haut haben.
5) Personen, die Medikamente einnehmen welche die Lichtempfindlichkeit erhöhen.


Was macht eine gute Sonnenbrille aus?

Jede Sonnenbrille die zu 100% vor UV-Strahlung schützt ist eine gute Sonnenbrille.
Es gibt auch andere Eigenschaften einer Brille, die effektiven UV-Schutz zu einem notwendigen Teil der Gesundheitsvorsorge machen.

Glasfarbe

1) bernsteinfarben/orange
2) grau/grün
3) kupferfarben/rötlich

Die verschiedenen Glasfarben sind nicht nur eine Modefrage. Bernsteinfarbene und orangefarbene Gläser können blaues Licht ändern oder ausblenden. Diese Gläser reduzieren die Möglichkeit einer Netzhautdegeneration.
Dunkelgraue oder grüne Gläser sind das Beste an hellen und sonnigen Tagen, weil sie die Strahlung des Sonnenlichts verringern, die durch die Linse dringt. 
Brillen mit braunen oder rosafarbenen Tönungen werden oft als Autobrillen bezeichnet.
Diese Autobrillen ermöglichen größeres Kontrastsehen sodass andere Autos oder Straßenschilder besser wahrgenommen werden können.
Bei Nacht sollten nur ungetönte Brillen benutzt werden. Viele Menschen wollen vermeiden, dass sie von entgegenkommenden Scheinwerfern geblendet werden. Getönte Brillen reduzieren aber auch alles andere Licht, das man zum vorschriftsmäßigen Fahren bei Nacht braucht.

 

 

 

 


Reduzierung des Blendeffekts

1) Polarisierte Brillen
2) Spiegelbrillen

Der Blendeffekt wird von der Streuung des Lichts verursacht. Er wird dann zum Problem, wenn man sich in der Nähe von hellen Oberflächen wie Straßen, Wasser, Schnee oder weißem Sand aufhält, von denen mehr als 80% UV-Strahlen in die Augen reflektiert werden.
Polarisierte Brillen reduzieren den Blendeffekt. Deshalb tragen Angler und Fischer nur polarisierte Brillen, mit denen sie die Fische unter der Wasseroberfläche sehen können.


Anpassung/komfortabler Sitz

1) leichte Gläser und leichtes Gestell
2) biegsame Bügel

Das Gewicht einer Sonnenbrille entscheidet oft, wie bequem sie sitzt. Eine Brille wird spürbar schwerer mit Gläsern oder Metallbügeln.
Einige der besseren Sonnenbrillen haben biegsame Bügel, sodass der Träger sie seinen individuellen Bedürfnissen anpassen kann.

Modell

1) geschlossene Brillenfassung, die jegliches Seitenlicht abhält
2) Brillenfassung, die seitliches Licht zum Teil abhält

Unterschiedliche Brillenfassungen sind Geschmackssache. Allerdings werden die Augen besser geschützt, wenn man die Funktion der Brille mehr als die Mode berücksichtigt.
Brillenfassungen, die vor jeglichem Seitenlicht und vor Licht, das von oben und unten kommt
schützen, halten bis zu 40% mehr Sonnenlicht von den Augen ab als herkömmliche Brillenfassungen.

Die Brille zum "Drüberziehen"

Viele Menschen bevorzugen eine Brille, die sie über Ihrer eigenen Brille tragen können
anstatt einer auf die jeweilige Sehstärke geschliffene Sonnenbrille zu kaufen. Es ist wichtig, dass die Überbrille die eigene Brille ganz bedeckt.